Die Verbindung von künstlerischen Strategien und politischem Aktivismus scheint in Zeiten einer fragmentierten Öffentlichkeit eine besondere Kraft entfalten zu können. Politische Bewegungen – von links und rechts – haben dieses Potential für sich entdeckt, um die eigene Agenda sichtbar zu machen. Ob bei Occupy oder der Identitären Bewegung werden theatrale Mittel genutzt, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Doch wo verläuft die Grenze zwischen politischer Aktionskunst und ideologischer Instrumentalisierung künstlerischer Mittel? Und was ist das überhaupt: politische Kunst?

Wir, die Performancekünstler*innen und Theaterwissenschaftler*innen Romy Weyrauch und Michael McCrae, wollen mit Euch in diesem Seminar über diese Fragen diskutieren, gemeinsam Formate politischer Aktionskunst entwickeln und praktisch ausprobieren.

Im ersten Teil des Workshops wollen wir zusammen mit Euch einige Beispiele von Kunstaktionen  untersuchen:

 

Künstler*innen(kollektive) wie Christoph Schlingensief, das”Zentrum für politische Schönheit” oder “PENG!”, haben in den letzten Jahren immer wieder Kunst und politische Aktion geschickt miteinander verknüpft und damit polarisiert. Wie haben sie das gemacht? Wo ähneln sich ihre Ansätze? Wo unterscheiden sie sich? 

Auf Grundlage dieser Auseinandersetzung wollen wir dann im zweiten Teil mit Euch eigene aktionistische Formate entwickeln: Wie kannst du ein politisches Anliegen in Aktionskunst verwandeln? Was willst du damit eigentlich erreichen? Und wo liegen hier die Fallstricke?

Im letzten Schritt wollen wir dann mit Euch “Raus auf die Straße!”, um die ein oder andere entwickelte Idee dem Praxistest zu unterziehen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber wir freuen uns natürlich über interessierte und aktiv(istisch)e Teilnehmer*innen.

Workshopleiter:

theatrale subversion

ROMY WEYRAUCH 

(*1983 in Erfurt/Thüringen) wuchs in Berlin auf und studierte in Exeter/GB (Drama) und bis 2011 in Hildesheim (Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis) mit Abschluss Diplom. Während des Studiums war sie als Performerin und Regisseurin in verschiedenen Produktionen der Freien Szene tätig. Seitdem arbeitet sie als freie Theatermacherin, u.a. als Mitglied des Theater- und Performancekollektivs theatrale subversion.

MICHAEL NEIL McCRAE                                                                     

(*1985 in Ahrensburg) studierte bis 2014 bei Heiner Goebbels Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er war mitverantwortlich für die Kunstaktion „Leaving the 21st century – Boycotts are now much easier!“, in deren Zuge die Hauptbühne des Maxim Gorki Theaters während des Osterfestivals 2013 besetzt wurde. Mit der theatralen subversion arbeitet er seit 2013 als Regisseur und Dramaturg zusammen („Terra Cognita“ 2013/14, „Die Kunst zu sterben“ 2016, „Mikropolis“ 2016 im Rahmen des Kunstfest Weimar in Zusammenarbeit mit dem Stellwerk Weimar).

Zeitplan:

Mittwoch: 18-20 Uhr (2h)
Donnerstag: 18-21 Uhr (3h)
Freitag: 18-21 Uhr (3h)
Samstag Vormittag: 2-3h Vorbereitung und “Präsentation”

Teilnehmer:

Max. 15

Anmeldung

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*Raus auf die Straße! – Aktionskunst und politisch gemachtes Theater verbindlich an.

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Bitte beachte bei deiner Anmeldung folgende Dinge:

  • Der Workshop findet an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils ab ca. 17 Uhr im Riesa.efau statt
  • Solltest du zeitlich eingeschränkt sein, bitten wir dich, dies uns mitzuteilen. Die dafür notwendigen Kontaktdaten erhälst du nach deiner Anmeldung.
  • Ungefähr eine Woche vor Beginn meldet sich dein Workshopleiter noch einmal mit genaueren Informationen bei dir.
  • Der Workshop ist kostenlos. Du benötigst keine Vorkenntnisses. Notwendiges Material wird von uns gestellt.

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