Die Werkstatttage „Dresden.politisch.gestalten.“ verbinden zwei zentrale Fragestellungen. Wie wird künstlerischer, kultureller und literarischer Ausdruck politisch? Und wie kann man sich Dresden als politischem Raum und politischem Symbol künstlerisch nähern. Vier Werkstätten bieten die Möglichkeit, sich diesen Fragen mit els unterschiedlicher künstlerischer Techniken und Methoden zu nähern. Im Vordergrund steht die Diskussion und das Experiment. Die Runde Ecke im riesa.efau ist Treffpunkt und Ort des Austausches zwischen den Teilnehmenden der Werkstätten.

Dresden ist Heimat? Dresden ist Osten und Westen? Dresden ist Vielfalt und Fremde?

Dort, wie die Dresdner Kulturhauptstadtsbewerbung für 2025 Punkte hinter Zuschreibungen setzt, wollen wir im Rahmen einer Workshopreihe vom 28. bis 31. August 2019 bewusst Fragezeichen setzen.

Dresden, ist das nicht nur ein imaginierter Raum zwischen Barock und Zerstörung mit seiner neuen Altstadt als sichtbarem Manifest dieser beiden Traumbilder? Oder bildet sich abseits der großen Vorstellungen ein neues Dresden – das der Vielfalt und jungen Subkultur in der Dresdner Neustadt, dem gentrifizierungsgeplagten Ausgehviertel Dresdens oder das der urbanen Gemütlichkeit des Dresdner Ostens. Wo leben die neuen Dresdnerinnen und Dresdner, die 2015, davor und danach zu uns gekommen sind? In den von Abgrenzung und Teilung betroffenen Stadt w im Südosten und Südwesten der Stadt oder wird ihr Einfluss auf das städtische Leben auch anderswo sichtbar?

Da, wo es sich zu leben lohnt, fühlt man sich zuhause – Dresden, zeitweise Geburtenhauptstadt. Was interessiert die jungen Menschen, die hier zur Schule gehen? Und wo ist ihr Raum in der Stadt?

Dem Ruf des Tals der Ahnungslosen widerspricht eine lebendige Streitkultur gegenüber, die oftmals schmerzt, an die Substanz geht, stur ist. Positionen stehen sich gegenüber, nicht erst seit Pegida. Im Streit um eine Brücke verlor die Stadt ihren Welterbetitel. Doch wie gehen wir mit dem allerorts aufflackernden Rassismus um? Mit Gewalt, Hass und Hetze, die Dresden auf der einen Seite den Titel „Stadt des Widerstands“ einbrachte, auf der anderen Seite den eines braunen Schandflecks? Wie organisieren wir Vielfalt, die weniger Fremde mit sich bringt?

Mit einer Workshopreihe wollen wir diese Fragen nutzen, um gemeinsam künstlerisch tätig und wirksam zu werden. Im Rahmen von Workshops, offen für alle, die sich für das Kunstmachen, das Literaturmachen und Performanen interessieren und Lust haben, sich auszuprobieren, wollen wir uns der Frage nähern, wie Dresden – als Symbol für unsere politische Kultur und als gesellschaftlicher Raum, der über Kultur erfahrbar wird, gelesen und betrachtet werden kann.

Wir laden Sie und Euch recht herzlich ein, in der Woche vor den Landtagswahlen vom 28. bis 31. August 2019 mit uns diese Auseinandersetzung zu suchen. Interventionistisch, vielfältig und kulturpolitisch.

Alle angebotenen Workshops sind kostenlos. Zum Abschluss der dreitägigen Workshops zeigen wir im Rahmen einer Werkstattpräsentation den Schaffensprozess, präsentieren im Rahmen einer Lesung die Ausgabe „dresden.politisch.schreiben“ und öffnen den Raum für Musik und Performances.

Die Teilnahme ist kostenlos!

Texten für eine bessere Welt mit Dichterin Lütfiye Güzel

28. August bis 30. August ab 16 Uhr
Workshops

31. August 2018 ab 17 Uhr
Werkstattpräsentation mit Lesung, Konzerten, Performances und Ausstellung

Riesa Efau, Runde Ecke, Wachsbleichstraße 4A, 01067 Dresden

Ein Künstlerbuch ist subjektiv und einmalig. Es ist immer persönliche Auseinandersetzung. Es liegt am Schnittpunkt von Sprache und Bild, von Unikat und Serie. Im Workshop wird die Auseinandersetzung mit Dresden gesucht und künstlerisch verarbeitet. Politisch soll hier – etwa im Sinne von Villem Flusser – als etwas öffentlich machen/ zeigen, verstanden werden. Ausgangspunkt kann dabei ein Text, Bild, Gedanke oder Ereignis sein. Der Workshop bietet die Möglichkeit, unterschiedliche literarische und künstlerische Techniken und Prinzipien kennenzulernen und umzusetzen. Ein gemeinschaftliches Arbeiten ist möglich.

Mehr Infos und Anmeldung hier.

Texten für eine bessere Welt mit Dichterin Lütfiye Güzel!
Glückskekse-Zettel mit Deinen Botschaften.
Cut-ups aus Zeitungen: Deine News werden geschnitten, geklebt und als
Flugblätter mit Wäscheklammern an die
News-Leine gehängt.
Was macht die Welt mit Dir?
Was machst Du mit der Welt?
 
NUR für 12 – 16-jährige!
 

Wie erlangt ein Text gesellschaftliche Wirkung? Dort, wo der Text sich kleine Verschiebungen der Bilder zu nutze macht, oder den konzeptuellen Rahmen der geschilderten Sachverhalte ändert. Auch der Wechsel von Personalpronom kann unverhofft einen politischen Ausdruck schaffen.

Wer sein Schreiben mit Bezug auf eine Wirkung auf die Gesellschaft befragen möchte, ist mit seinen Texten willkommen. Ergebnisse des Workshops können (verbesserte?) Texte der Teilnehmer*innen ebenso sein, wie neue Haltungen, Erfahrungen und Befunde in Bezug auf das Spannungsverhältnis zwischen Text und Gesellschaft und neue Textideen.

Mehr Infos und Anmeldung hier.

Die Verbindung von künstlerischen Strategien und politischem Aktivismus entfaltet in Zeiten einer fragmentierten Öffentlichkeit eine besondere Kraft, ob bei Occupy oder der Identitätren Bewegung.  Was ist politische Aktionskunst? Wo fängt ideologische Instrumentalisierung an? Was ist überhaupt politische Kunst?

In drei Teilen nähern sich die Performancekünstler*innen Romy Weyrauch und Michael McCrae mit euch dem Thema an: Der Diskussion und Analyse von Kunstaktionen von Christoph Schlingensief bis „Peng!“, der Entwicklung eigener aktionistischer Formate und dem Praxistest – „Raus auf die Straße“.

Mehr Infos und Anmeldung hier.

Fördernde und Kooperationspartner*innen

In Kooperation mit der

 

 

RLS Sachsen quadr

Diese Steuermittel werden auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

Signet_gruen


Wir danken unseren Förderern:

Logo Amt für Denkmalschutz und Kultur Stadt Dresden

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen